… und ganz ehrlich, das war alles andere als geplant.

Heute ist der 14. Januar 2019, ein Montag und ich bin den ganzen Tag zu Hause, was nicht die Regel ist.

Aber, das hat seine Vorgeschichte.
Diese Homepage hier habe ich jetzt etwas umgestellt. Ein klein wenig kompakter und die Inhalte werden größtenteils aus meinem täglichen Leben sein, also eigentlich ein persönlicher Blog. Vielleicht schaffe ich es einmal am Tag, vielleicht schaffe ich es einmal die Woche hier zu sein, aber, mit diesem Post ist der Anfang gemacht.

2018, alles lief bestens und größtenteils wie geplant, das Leben war schön. Bis zum 1. Juli 2018, danach war erst mal alles anders.

Wir, also mein Mann Thomas und ich, waren mit den Fahrrädern auf einem schönen Sommerfest, im Nachbarort etwa 4 km von uns entfernt.
Bei der Rückfahrt so gegen 21:00 Uhr, musste ich kurz absteigen. Wenn man vom Fahrrad steigt, ist man langsam, schließlich hat man gebremst, um dann mit den Füssen den Boden zu berühren und somit zu stehen. Genauso dachte ich hätte ich es gemacht, allerdings lag ich im nächsten Moment ganzkörpertechnisch am Boden und musste feststellen, dass mein rechter Fuß irgendwie in eine Richtung stand, die überhaupt nicht dafür vorgesehen ist und diese Stellung rein physikalisch so eigentlich nicht möglich ist.
Es sei denn, man bricht sich das Wadenbein und den Innenknöchel mit offenen Bruch, beides Splitterbrüche, es reißen alle Bänder, Syndesmoseband inklusive.
All das habe ich am darauffolgenden 2. Juli im Krankenhaus, nach der nächtlichen Not-OP erfahren.

Ergebnis, um mich diesbezüglich ein klein wenig kurz zu fassen und nicht in allen Details zu verrennen:

– 7 Tage Krankenhaus
– 6 Wochen KEINERLEI Belastung, bis zur Entfernung der Syndesmoseschraube
– damit 6 Wochen im Rollstuhl in einem nicht behindertengerechten Haus
– 14.08.2018: Entfernung der Symdesmoseschraube und der Glaube und die Hoffnung, sich wenigstens mit
Krücken,  wenn auch mit Schmerzen, aber zumindest minimal selbständig einigermaßen fortbewegen zu
können, löste sich bereits am 15.08. in Schall und Rauch auf.
Mehr als 3 Minuten humpeln auf Krücken war leider anfänglich nicht möglich. Der Rest dann wieder im
Rollstuhl.

Also – wir müssen weiterhin geduldig sein. Während der ganzen Zeit hat sich übrigens der Jahrhundert-Sommer von seiner besten Seite gezeigt. Ich war auf der Couch, den ganzen Sommer, denn auf die Terrasse zu „gehen“ war wegen Treppen nach draußen nicht möglich.

Am 7. Oktober sollte, musste ich eigentlich fit sein, zumindest war dies in meinen Kopf so verankert, hatten wir schließlich einen traumhaften Maledivenurlaub geplant.

Cocoon Resort, Malediven

Allein das hat mich mental und auch körperlich ziemlich unter Druck gesetzt. Eigentlich wusste ich schon vier Wochen vor dem Abreisetermin, dass dieser Urlaub in meinem Zustand nicht machbar war, aber ich wollte es wenigstens für Thomas um jeden Preis versuchen, der sich so sehr auf diesen Urlaub gefreut hat.

Es war nicht einfach eine Entscheidung zu treffen, zeitlich etwa 10 Tage vor dem geplanten Reiseantritt, zumal wir von der Reiserücktrittversicherung dieses späteste Datum sozusagen vorgegeben hatten.
Ich bin heute noch froh, dass wir uns letztlich gegen diese Reise entschieden haben, denn es wäre alles andere als ein Urlaub, Entspannung und Erholung für uns beide geworden.
Am Ende haben wir, bis auf die Flugsteuern alle Kosten erstattet bekommen und damit etwas mehr als ein Sechstel des Reisepreises verloren. Ärgerlich, aber allemal besser als den Gesamtbetrag – that’s life.

Zweimal wöchentlich Physiotherapie und Geduld haben es dann geschafft, das ich am 29. Oktober mit der Wiedereingliederung beginnen konnte, die ich dann erfolgreich Ende November beendet habe.
Seit dem 1. Dezember 2018 bis ich wieder ein ganz „normaler Arbeitnehmer“ und ich kann mit Worten gar nicht beschreiben, wie glücklich mich das macht
Ohne Schmerzmittel war dies und ist es zwar immer noch nicht möglich ein „normales“ Leben zu führen, wobei ich die Dosis bis Ende 2018 auf zweimal täglich 300mg Ibuprophen reduzieren konnte.
Seit 2. Januar 2019 experimentiere ich mit CDB-Öl-Tropfen und nehme seither kein Ibu mehr, habe aber leider trotzdem immer noch Schmerzen, wenn auch aushaltbar. Ich teste weiter.


Die Konsequenz aus diesem Unfall und der daraus resultierenden Unbeweglichkeit war, dass ich wirklich während dieser ganzen Zeit ernährungstechnisch ausschließlich geschludert habe. Praktisch 5 Monate ohne Bewegung haben ihr übriges dazu beigetragen, dass ich jetzt, also Anfang 2019 etwa 6 kg plus auf den Rippen habe, was mich richtig unglücklich gemacht hat.


Bereits während Weihnachtszeit wieder auf die Spur zu kommen, fand ich absolut unmöglich und so habe ich es zwar irgendwie auch genossen einfach weiter vogelfrei zu genießen was das Leben kulinarisch anzubieten hat, habe aber gleichzeitig darunter gelitten, weil ich ja wusste, dass diese Verhaltensweise die Kilos noch mehr nach oben katapultieren wird und die Gegenmaßnahmen im neuen Jahr konsequent und nachhaltig sein müssen. Die Angst es im neuen Jahr nicht zu schaffen, das Ruder rum zu reißen, war im Dezember schon fast übermächtig.

Das Metall, also die Schrauben, die Platte und der Draht (–> der Draht macht mir am meisten Probleme) soll mindestens ein bis eineinhalb Jahre drin lassen. D.h. frühestens im Juli 2019 wäre ich dann wieder ohne „Material“ und könnte dann hoffentlich wieder schmerzfrei und normal gehen. Aber, wir werden sehen, lassen wir es auf uns zu kommen.

Heute, 14. Januar 2019.

Seit einer Woche läuft es sozusagen wieder wie geschmiert. Was mache ich?
Intervallfasten, 16:8 kombiniert mit ketogener Ernährung. Dieses Mal versuche ich es ohne vorgefertigten Plan, also sozusagen „freestyle“ und orientiere mich an Kalorien in Kombination mit der entsprechenden Makronährstoffverteilung.
Meine Messergebnisse der Ketone von gestern Abend und heute Morgen zeige ich Euch auf den Bildern.


Ergebnis heute: minus 2,9 kg, wobei ich mich heute ausgesprochen spät gewogen habe (10:00 Uhr), konnte ich doch länger schlafen, weil ich heute, wie anfänglich bereits erwähnt, zu Hause bin.

Und warum bin ich jetzt heute eigentlich zu Hause?
Diesen Luxus darf ich jetzt bis Ende März genießen, schließlich muss ich meinen Resturlaub von 22 Tagen einbringen und das mache ich jetzt jeden Montag, was mir wirklich sehr gefällt.
Das ist jetzt ein ziemlich langer Text geworden, aber es liegt mir schon so lange am Herzen endlich zu erklären, weswegen es hier so still war.

Ich freu mich riesig, wenn Du das bis hierher, also sozusagen zu Ende gelesen hast.

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